Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: Architektur und Kunst 20./21. Jahrhundert
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: Architektur und Kunst 20./21. Jahrhundert
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Abstract _ Susan Jebrini

Studien zu einer ganzheitlichen Raumwahrnehmung - am Beispiel des Zusammenspiels von Raum und Musik des 20. Jahrhunderts

Das Promotionsprojekt zur Raumwahrnehmung basiert neben der theoretischen Forschung auf eigenen, bereits realisierten Projekten in Form von Bühnenentwürfen für die „Festlichen Tage Neuer Musik 2004“ am Staatstheater Braunschweig, verschiedenen Bühnenbildern für die Staatsoper Hannover seit 2005, sowie eines Raumexperimentes in Form des Entwurfes und der Realisation eines 150m² Raumes und der Komposition einer Suite für Jazzorchester und Raum 2007 und eines Raumexperimentes in der HMTMH 2011.

Dieses Promotionsprojekt hat neben der theoretischen Aufarbeitung einen starken Praxisbezug, weil sich die Fragestellung aus der täglich erlebten Praxis der Autorin als Rezipient von Konzerten und als professionelle Musikerin in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik ergibt. Viele Werke zeitgenössischer Musik bedienen sich einer musikalischen Formensprache, die sich tonal und konzeptuell in den letzten 100 Jahren stark weiterentwickelt hat. Neue Entwicklungen in der zeitgenössischen Musik lassen keine einfache Aufführung mehr zu, sondern verlangen von den Rezipienten, wie auch von den ausführenden Musikern ein bewusstes Erleben im Raum.

Um die mangelnde körperliche Wahrnehmung von Raum und Musik zu überwinden, muss ein Identifikationsort geschaffen werden. Diese neuen Räume sind nur über das Experiment zu entwickeln und immer wieder zu verifizieren. Es geht hierbei nicht einfach um einen Raum für die Musik, sondern um die Erforschung von Entwurfsmethoden, um so ein zeitgenössisches Modell zur Wahrnehmung von Raum und Musik zu entwickeln. Im Vordergrund steht der Raum des Erlebnisses an sich und nicht spektakuläre Architekturfassade als Wahrzeichen.

Die Lösung wird momentan neben der stets vor- und nachbearbeitenden theoretischen Forschung in Raumexperimenten mit offenem Ausgang gesucht.

Die Musik des 20. Und 21. Jahrhunderts braucht einen architektonischen Identifikationsort, welcher den zeitgenössischen musikalischen, szenischen und räumlichen Anforderungen der Komponisten an eine ganzheitliche körperliche Wahrnehmung von Raum und Musik gerecht werden. Durch die Entwicklung von Entwurfsparametern über Experimente mit Raum und Musik erfolgt eine Annäherung daran.

 

Kontakt