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Architektur als Medium des Sozialen

Evaluation von Qualitäten der gebauten Stadt aus der Nutzungsperspektive


Inhalt und Lernziele

Architektur als Medium des Sozialen – Evaluation von Qualitäten der gebauten Stadt aus der Nutzungsperspektive.

Im Seminar werden Architektur und städtebauliche Ensembles architektursoziologisch unter die Lupe genommen. Die Studierenden sollen die gebaute Umwelt dabei unter einer Nutzungsperspektive analysieren und Qualitäten der Stadt evaluieren. Der exemplarische Analysefokus wird auf Phänomene der Sicherheit und der Unsicherheit gerichtet, die mit gebauten Strukturen in Verbindung gebracht werden.

Schon die Gründung der europäischen Städte verdankte sich vor allem auch der Funktion, Sicherheit zu erreichen und zu erhalten. In der Veröffentlichung „Tod und Leben großer amerikanischer Städte“ hat Jane Jacobs 1961 die Sicherheit in der Stadt als „vornehmste Aufgabe der Straßen und Bürgersteige“, d.h. als zentralen Zweck des urbanen öffentlichen Raumes herausgestellt. Architektursoziologisch lässt sich formulieren, dass in die gebauten Strukturen entsprechende Regeln eingelagert sind, die das Verhalten und die Alltagsroutinen der Nutzenden in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Die verinnerlichte Regelstruktur wird wirksam, wenn die Anordnung bzw. Ordnung der Objekte die gewünschten individuellen Handlungsweisen auslöst. Besondere Raummuster des Einschlusses und der Ausgrenzung – wie zum Beispiel Zäune, Tore und andere gestaltete Zugangsbarrieren – sind Beispiele dafür. Aber das verfügbare Repertoire an sachstrukturellen, architektonischen und städtebaulichen Gestaltungselementen und Anordnungen erstreckt sich noch weiter. Architektur und Städtebau sind vor diesem Hintergrund Medien, die in den materiellen Objekten gesellschaftliche Regeln vermitteln.

An welchen Gestaltungsmerkmalen liegt es, wenn diese Regelvermittlung misslingt? Exemplarisch soll dies in der Garbsener Großwohnsiedlung „Auf der Horst“ überprüft werden. Die Studierenden sollen im Transfer erkennen, welcher gesellschaftliche Regelhintergrund beiläufig in den Entwurf Eingang findet und wie sich das im Bewirtschaftungs- und Nutzungsprozess der gebauten Objekte auswirken kann.

Studiengang

B.Sc., M.Sc., Diplom / Architektur, Landschaftsarchitektur und Umweltplanung

Lehrmethode

Input, Diskussion, Gruppenarbeit, Exkursion

Studienleistung

Regelmäßige Teilnahme, Teilnahme an der Exkursion + Aufbereitung der durchgeführten Exploration

Präsentation/Dokumentation in Gruppenarbeit + Ausarbeitung von abgeleiteten Entwürfen

Termin

9.30 - 17 Uhr

Blocktermine:

Do./Fr. 5./6.6.2014

 

Do./Fr. 19./20.6.2014

Do./Fr. 03./04.7.2014

Erster Termin

05.06.2014

Veranstaltungsort

Herrenhäuser Str. 8, Raum N.N.

Lehrpersonen

Zibell/Schubert