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Kirche+ Metamorphosen eines Stadtraumes

 

Inhalt und Lernziele

Auf Basis der bisherigen Zusammenarbeit mit den beiden großen hannoverschen Kirchen soll die erfolgreiche Projektarbeit auch in diesem Semester fortgesetzt wer-den.

Die Kirchen als Projektpartnerinnen verfolgen dabei das Ziel, die notwendigen Umnutzungen ganzheitlich zu betrachten und dabei über die rein baulich orientierte Entwurfsebene hinaus zu denken, die in der Ver-gangenheit nicht immer zu befriedigenden Ergebnissen geführt hat.

Die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit den Studierenden während der letzten zwei Semester haben diesen Ansatz verfestigt: Sozialräumliches Denken, Planen und Entwerfen ist ein wichtiges Instrument für eine erfolgreiche Umnutzung von Kirchengebäuden, die erkennbar mehr sind als architektonisch interessante Gebäudehüllen; sie sind Wahrzeichen und Symbole mit stadt(teil)wirksamer Ausstrahlung und kultureller Identität. Kirchenstandorte, die um- und weitergenutzt werden, ber-gen oftmals erhebliches Potential für die Bedürfnisse eines Ortes, eines Stadtteiles und seiner BewohnerInnen und sind nur im komplexen räumlichen Kontext zu denken und zu gestalten.

Vor diesem Hintergrund sollen zum einen für zwei vom Leerstand bedrohte Kirchen im Stadtteil Hannover-Stöcken konkrete Umnutzungskonzepte ausgearbeitet werden: geplant sind ein ökumenisches Zentrum und ein Jugend-Freizeitheim.

Zum anderen befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu diesen Standorten ein städtisches Konversionsobjekt, für das von unserer Seite ein muslimisches Zentrum vorstellbar ist. Dabei könnte die Chance genutzt werden, die Standorte religions-übergreifend und gemeinsam sowie im übergreifenden nachbarschaftlichen Kontext zu denken und zu planen.

Die Studierenden können sich für ihre konzeptionellen Ausarbeitungen entweder auf jeweils einen der einzelnen Standorte  konzentrieren oder den übergreifenden städ-tebaulichen Kontext fokussieren und als Thema der sozialen Integration im Stadtteil zu vertiefen. In jedem Fall eignen sie sich dabei eine Arbeitsweise an, die von ArchitektInnen im Berufsleben zunehmend verlangt wird: das prozesshafte und in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen AkteurInnen und NutzerInnen Erarbeiten von (Um-) Nutzungskonzepten und Diskussion mit den beteiligten ReligionsvertreterIn-nen.

Ziel ist es, realistische Konzepte für eine mögliche Umsetzung zu entwickeln und im Kreis der verschiedenen Beteiligten zu vertreten.
Das bedeutet, sich nicht nur mit der Entwurfsaufgabe im engeren Sinne auseinander zu setzen, sondern in ständigem Kontakt mit der „Bauherrin“ Kirche bzw. der muslimischen Gemeinschaft sowie VertreterInnen der Stadt Hannover die städte-baulichen Zusammenhänge (Nutzungsproblematik, örtliche Gegebenheiten, Lage und Bedeutung im und für den Stadtteil) zu reflektieren und als Grundlage für die Um-nutzungskonzepte zu verwerten.

 

Studiengang

M.Sc. Diplom

Lernziel

Sensibilisierung für ein architekturrelevantes Handlungsfeld, Erproben der realen Berufssituation im Spannungsfeld zwischen BauherrInnen und PlanerIn / ArchitektIn bzw. NutzerInnen.

Studienleistungen

Regelmäßige Teilnahme; Dokumentation / Präsentation, Ausarbeitung, Gruppenarbeit, Korrekturen.

Prüfungsleistung

Konzeptfindung, (Zwischen-) Präsentationen, Ausarbeitung, Ausstellung.

Termin

Di. 14-17 Uhr

Erster Termin

Di. 05.04.2011

Veranstaltungsort

Herrenhäuser Str. 8, Raum C032

Lehrpersonen

Zibell/Bloem