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Spielraum Christuskirche - Eine Kunst- und Kulturkirche für Hannover

 

Inhalt und Lernziele

Allein bei der Evangelischen Kirche sind 20% bis 30% aller Kirchenbauten in ihrem Bestand bedroht. Von den kirchlichen Institutionen werden deshalb längst Nutzungserweiterungen praktiziert oder Umnutzungen ermöglicht, selbst der Abriss von Kirchen wird vor diesem Hintergrund bereits als eine Lösung praktiziert.

Im vorangegangenen Seminar im WS_2009-10 wurde die komplexe Bedeutung der Kirchenbauten für Stadt, Raum und Gesellschaft dargelegt: Kirchengebäude sind nur orientierende Landmarken, setzen architektonische Akzente, strukturieren StadtLandschaften örtlich und zeitlich und bieten den NutzerInnen schließlich kulturelle Identität und stillen Bedürfnisse, die über die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Glaubensbekenntnis hinausgehen.

Die Zukunft in ihrem Bestand akut bedrohter Kirchenbauten wurde als ein wichtiges Handlungsfeld für ArchitektInnen erkannt,  das verschiedene Facetten der Architekturdisziplin berührt.

Während sich die Studierenden bereits an verschiedenen Kirchenobjekten in Hannover ausprobierten, auf einer Exkursion ihre Erfahrungswelten für Um-, Weiter- und Parallelnutzungen von Kirchengebäuden schärften, sollen sich nun alle interessierten und entwurfsstarken Studierenden in der Studienarbeit  ganz konkret der Planungs- und Bauaufgabe „Umnutzung der Christuskirche in Hannover“ widmen.

In Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche und der evangelischen Nordstädter Kirchenge-meinde in Hannover, die als Bauherrin auftritt, planen die Studierenden in einer Wettbewerbssituation einen Kunst- und Kulturraum in Kirche, zugehörigem Gemeindehaus und unmittelbaren öffentlichem Stadtraum (Kirchplatz).

Die Entwürfe sollen dabei als Ideenvorlagen für die beschlossene Umnutzung dienen, diese werden deshalb jeweils mit einem Honorar prämiert, Ankäufe werden in Aussicht gestellt!

Der ständige Kontakt mit der „Bauherrin“ Kirche, die Reflexion und der Einbezug der städtebauli-chen Zusammenhänge (Nutzungsproblematik, örtlichen Gegebenheiten, Lage und Bedeutung im und für den Stadtteil) sowie ein hohes Maß an Kreativität sind Grundlage für die architektonischen Entwürfe.

 

Studiengang

M.Sc., Diplom

Lehrziel

Sensibilisierung für ein architekturrelevantes Handlungsfeld, Proben der realen Berufssituation im Spannungsfeld  BauherrIn und PlanerIn/ ArchitektIn

Prüfungsleistung

Entwurf, Konzeptfindung, Präsentation, Ausarbeitung, Ausstellung

Termin

Mi. 10 - 13 Uhr

Erster Termin

21.04.2010

Veranstaltungsort

Herrenhäuser Str. 8, Raum C030

Lehrpersonen

Zibell/Bloem