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Abstract _ Hannah Schüttke

Campus Hannover.
Transformation als Zukunft des Hochschulbaus der Nachkriegsmoderne

Ein zentraler Aphorismus des Schweizer Architekten Luigi Snozzi lautet: „Jeder Eingriff bedingt eine Zerstörung, zerstöre mit Verstand“. Die Transformation des großen Baubestandes der Nachkriegsmoderne wird in Zukunft eines der zentralen Aufgabenfelder in Architektur und Stadtplanung darstellen. Oftmals werden jedoch städtebauliche Anlagen und Gebäude dieser Zeit aufgrund fehlender Kenntnisse oder des noch immer weit verbreiteten negativen Images zerstört. Es gilt demnach eine Strategie zu entwickeln, um dieses kulturelle Erbe mit „Verstand“ zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Die Arbeit beschäftigt sich mit den explosionsartig entstandenen Hochschulgebäuden und Campusanlagen dieser Zeit. Der zukünftige Umgang mit diesem großen Gebäudebestand sowie dessen Transformationsfähigkeit rücken durch den zunehmenden Sanierungsstau verstärkt in das Bewusstsein der Architekten und Stadtplaner. Die Sensibilisierung für die Qualitäten, Potenziale und Defizite dieser Baubestände im Hinblick auf die heutigen Anforderungen eines zukunftsfähigen Campus ist dementsprechend von großer Bedeutung.

Mit der Untersuchung der Leibniz Universität Hannover wird ein über viele Jahrzehnte entwickelter Campustypus in den Fokus gerückt, welcher weder als innerstädtischer noch als ausgelagerter Standort beschrieben werden kann. Die Arbeit wird sich mit der Frage beschäftigen, welche Bedeutung die Hochschulbauten der Nachkriegsmoderne der Universität Hannover für die Entwicklung eines zukunftsfähigen Campus haben. Dabei werden die bisher stark gesondert voneinander betrachteten Forschungsfelder der Nachkriegsmoderne sowie der Campusplanung miteinander verknüpft, um die dabei entstehenden synergetischen Erkenntnisse zu erfassen. Ziel ist es, die spezifischen Potenziale, Qualitäten und Defizite dieser Hochschulbauten als Wissens- und als Lern- und Bildungsort zu erforschen und Entwurfsbausteine für die weitere Entwicklung des Wissenschaftsstandortes zu eruieren.

Anhand einer zweistufigen Analyse unterschiedlicher Fallbeispiele der Leibniz Universität Hannover soll sich dieser Zielsetzung angenähert werden. Im Rahmen des ersten Analyseteils („Learning from“) werden bereits weiterentwickelte, umgenutzte, umgebaute oder sanierte Objekte der Universität untersucht, um die möglichen Chancen, Potenziale und Defizite dieser Objekte zu identifizieren. Die zweite Stufe der Analyse („Transfer“) dient der Untersuchung von sanierungsbedürftigen oder nicht mehr den Anforderungen entsprechenden Objekten und soll die Frage beantworten, inwieweit die Erkenntnisse des Analyseteils „Learning from“ hier angewendet werden können. Darüber hinaus gilt es zu untersuchen, in welchem Umfang die herausgearbeiteten Entwurfsbausteine auch als transferfähige Konzepte bei anderen Universitätsstandorten angewendet werden können.

 

 

 

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