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Raumschiff Ihme-Zentrum

Nicht nur in Hannover ist das Ihme-Zentrum umstritten: Während es die einen am liebsten abreißen würden, erkennen andere darin ein typisches Architekturzeichen seiner Zeit oder für ihre Zwecke umzunutzende Flächen-potentiale inmitten eines lebendigen Stadtteils.
Im Seminar wird es als Beispiel des hybriden Übergangs von der Nachkriegsmoderne zum Strukturalismus und dem neuen Leitbild der Urbanität durch Dichte betrachtet. Als Skulptur des béton brut repräsentiert das Ihme-Zentrum sowohl die Traumabewältigung in Architektur und Stadtplanung nach dem Zweiten Weltkrieg als auch die Industrialisierung des Bauens ab den 1960er Jahren.


Inhalt und Lernziele

Zur zeit- und architekturhistorischen Einordnung des Ihme-Zentrums wird im Seminar neben der diskursiven Auseinandersetzung mit den theoretischen Positionen auch die Hinführung der Studierenden im Umgang mit dem menschlichen Maß als Basis einer nutzergerechten Planung gesucht. Auf dieser Grundlage soll in den folgenden Seminarsitzungen die Auseinandersetzung mit der Betonskulptur stattfinden: Neben einem Rundgang und dem Kennenlernen der Planungsgeschichte werden sich die Studierenden im Rahmen nutzerzentrierter Praxistest-Übungen an das Ihme-Zentrum annähern. Im weiteren Seminarverlauf werden Methoden und Instrumente für die Analyse und Bewertung des Ihme-Zentrums vorgestellt, die studentische 2er-Teams anschließend anwenden. In den Aufgabenstellungen wird es um Fragen gehen, wie zum Beispiel: Wie lässt sich das Ihme-Zentrum auf ein menschliches Maß herunterbrechen? Was heißt „maßstabsgerechte Planung“ im Ihme-Zentrum? Wie lässt es sich in kleinere Einheiten zerlegen? Wie kann das Prinzip der Nutzungsmischung erhalten werden? Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse werden in abschließenden Präsentationen vorgestellt.

Ziel ist es, die Studierenden angesichts der aktuellen Herausforderungen, insbesondere in städtischen Quartieren, zu motivieren, alltagstaugliche Wohn- und Lebensräume mitzugestalten und für ein vertretbares Maß an baulicher Dichte, für menschliche Bedürfnisse sowie wirtschaftliche und soziologische Erfordernisse funktionierender Nachbarschaften zu sensibilisieren.

 

Studiengang

B.Sc. Architektur, M. Sc. Architektur und Städtebau,
B.Sc. Landschaftsarchitektur und Umweltplanung,
M. Sc. Landschaftsarchitektur, M.Sc. Umweltplanung

Termine

24.04./09.05.*/22.05./23.06./04.07.*

Veranstaltungsort

Herrenhäuser Str. 8, Raum C007/ *B049

Lehrpersonen

Schubert/Kellner