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Die Wilkhahn-Bauten in Eimbeckhausen: Architektur und Unternehmenskultur im Dienste der Stuhlproduktion

Ziel der Arbeit ist eine Baukulturgeschichte des 1907 in Eimbeckhausen gegründeten Sitzmöbelherstellers Wilkhahn. Die zwischen 1985 und 1992 entstandenen Gebäude von Frei Otto und Thomas Herzog bilden den Schwerpunkt der Arbeit. Ein Querschnitt der Kulturmerkmale ihrer Zeit wird mit einem chronologischen Längsschnitt verbunden, in dem der ideengeschichtliche Hintergrund der Bauten aufgedeckt wird.
Wilkhahn hat seit 1907 eine Reihe von Neu- und Erweiterungsbaumaßnahmen unterschiedlicher architektonischer Qualität auf dem Werksgelände in Eimbeckhausen durchgeführt. Für die Pavillons von Frei Otto und die Produktionshallen von Thomas Herzog hat der Unternehmer und Bauherr Fritz Hahne besondere gestalterische und ökologische Ansprüche formuliert. Ihre Architekturen können als Ausdruck der Intentionen des Bauherrn und der beteiligten Architekten interpretiert werden.
Gegenstand der historisch-systematischen, qualitativen Untersuchung ist die Entstehungsgeschichte der Bauten und ihre architekturgeschichtliche Kontextualisierung. Für die Untersuchung dar Architektur als Mittel der Kommunikation ist der methodische Ansatz der semiotischen Interpretation der Gebäude angezeigt.
Die Wilkhahn-Bauten werden von Kritikern als beispielgebend für den Fabrikbau mittelständischer Unternehmen bewertet. Die Bedeutung des gewählten Themas geht über den Fall Wilkhahn hinaus. Die Arbeit kann neben ihrem Beitrag zur Architekturgeschichte für künftige Projekte des Fabrikbaus wertvolle Erkenntnisse liefern.