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Conrad Wilhelm Hase (1818-1902). Kolloquium

Trinkhalle Angerstein, C.W. Hase, 1855/56

10. Oktober 2018

Künstlerhaus Hannover, Sophienstraße 2, 30159 Hannover

Im Oktober 2018 jährt sich der Geburtstag von Conrad Wilhelm Hase zum 200. Mal. Anlass genug, um das Werk des Architekten, Hochschullehrers und Denkmalpflegers im Rahmen eines Kolloquiums zu vergegenwärtigen.

Hase zählt zu den einflussreichsten deutschen Architekten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Stadt Hannover verdankt ihm mit dem Museum für Kunst und Wissenschaft (Künstlerhaus) und der Christuskirche zwei bedeutende Programmbauten des Historismus. Die Christuskirche gilt zudem als frühes Muster für das von Hase mitformulierte Eisenacher Regulativ. Als Konsistorialbaumeister prägte Hase die niedersächsische Kirchenarchitektur wie kein Zweiter, sowohl bei Neubauprojekten als auch im konservatorischen Umgang mit historischen Bauten. Mit der Marienburg entwarf er für die Welfen ein Fürstenschloss, das den neogotischen Residenzen der Hohenzollern und Wittelsbacher keineswegs nachstand. Darüber hinaus war Hase über vier Jahrzehnte als Hochschullehrer tätig und prägte mehrere Generationen von Architekten.

Das Kolloquium wird sich mit den unterschiedlichen Facetten im Werk von Hase befassen. Dabei soll auch die heutige Relevanz von Hase hinterfragt und der Umgang mit seinen Bauten beleuchtet werden.

Die Teilnahme ist kostenlos. Auf Grund der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung bis zum 30.09.18 erforderlich unter:
sekretariat@igt-arch.uni-hannover.de

 

Programm  

09.30 Akkreditierung

10.00 Begrüßung

I) Kosmos Hase. Der Mensch und Lehrer

10.30 Hannoversche Schule und/oder Hase-Schule? Anmerkungen zu einer ambivalenten Kategorienbildung. Markus Jager, Leibniz Universität Hannover

11.00 Die Hase-Pläne im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege
Thorsten Gohlisch, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege

11.20 Persönliches. Die Hase-Objekte im Historischen Museum Hannover
Jan Willem Huntebrinker, Historisches Museum Hannover

11.40 Der Nachlass Hase im Stadtarchiv Hannover
Holger Horstmann, Stadtarchiv Hannover

 anschl. Diskussion

 

II) Facetten eines Architekten-Œuvres

13.30 Wohnhäuser, städtische und öffentliche Bauten. Der Privatarchitekt Hase.
Charlotte Hopf, Leibniz Universität Hannover

14.00 Baurat und Hofarchitekt. Hase im Dienste des Königsreichs Hannover und
der Welfen. Gregor Janböcke, Leibniz Universität Hannover

anschl. Diskussion

 

15.00 Zwischen Eisenacher Regulativ und Hase-Altar. Der Konsistorialbaumeister Hase.
Thorsten Albrecht, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers

15.30 Echt, schön, wahr? Kirchenausstattungen bei C. W. Hase
Jörg Richter, Klosterkammer Hannover

16.00 Bauforscher oder Historist?Der Denkmalpfleger Hase
Michelle Möhle, Kunsthistorisches Institut Florenz

anschl. Diskussion 

 

III) Hase heute. Hases Bauten als Gegenstand der Denkmalpflege

17.00 St. Johannis in Göttingen. Hase restauriert.
Bernd Adam, Hannover

17.30 Eine Programmkirche des Historismus in Zeiten von Säkularisation und Schrumpfung. Die Nutzungserweiterung der Christuskirche. Werner Lemke, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers

18.00 Zum konservatorischen Umgang mit Bauten von Hase in jüngster Zeit.
Eine Zwischenbilanz. Christina Krafczyk, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege

Backstein heute – lernen von Hase?

20. September 2018
19 Uhr
Hannover, Altes Rathaus, Großer Festsaal


Architektur im Dialog.
Zum 200. Geburtstag von Conrad Wilhelm Hase.
Backstein heute – lernen von Hase?

Einführung
Wolfgang Schneider, Vorstandsvorsitzender der Lavesstiftung

Backstein heute 1
Europäisches Hansemuseum, Lübeck
Andreas Heller Architects & Designers, Hamburg


Backstein heute 2
Remisenpavillon Affinghausen
Jan und Benjamin Wirth, Wirth Architekten Bremen

Hase heute
Fünf Thesen eines Bauhistorikers
Markus Jager, Leibniz Universität Hannover

Podiumsgespräch – lernen von Hase?
Nils Ballhausen im Gespräch mit Andreas Heller, Benjamin Wirth und Markus Jager

Neuerscheinung: Stadtbaumeister-Trilogie: Großstadt gestalten

In vielen Großstädten ist das frühe 20. Jahrhundert mit den Namen bekannter Stadtbaumeister verbunden, die das Stadtbild entscheidend mitgeprägt haben und ihrerseits zu herausragenden Personen der jeweiligen Stadtgeschichte geworden sind.

Die Trilogie Großstadt gestalten widmet sich dem Werk dieser Stadtbaumeister in regionaler, nationaler und internationaler Perspektive. Namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen dieses Werk in historischen Untersuchungen vor. Im Anschluss diskutieren die heutigen Stadtbaumeister dieser Städte die Frage, welche Anregungen aktuell aus dem Wirken der Stadtbaumeister des frühen 20. Jahrhunderts gezogen werden können. Keinesfalls waren damals die Herausforderungen kleiner oder einfacher als heute – und dennoch stellten sich die Verantwortlichen die Aufgabe, die rapide wachsenden Großstädte zu Orten des guten Lebens und der schönen Räume umzugestalten.

Markus Jager, Wolfgang Sonne (Hg.): Großstadt gestalten. Die Stadtbaumeister-Trilogie
Band 1: Stadtbaumeister in Deutschland
Band 2: Stadtbaumeister an Rhein und Ruhr
Band 3: Stadtbaumeister in Europa

Berlin DOM publishers 2018

210 x 250 mm, 656 Seiten, 370 Abbildungen, drei Bände im Schuber, 68,00€,
ISBN 978-3-86922-697-2

Zur Verlagsankündigung

 

 

Ausstellungseröffnung 'Theater für Menschen und Pferde. Reithallen, Exerzierhäuser, Manegen'

Das Deutsche Pferdemuseum und der Lehrstuhl Bau- und Stadtbaugeschichte der Leibniz Universität Hannover laden ein zur Eröffnung der Kabinettausstellung

Theater für Menschen und Pferde. Reithallen, Exerzierhäuser, Manegen

mit einer Einführung von Prof. Dr. Markus Jager.

Freitag, 27. April 2018, 18 Uhr, Deutsches Pferdemuseum, Holzmarkt 9, 27283 Verden, www.dpm-verden.de

Anhand von Modellen, historischen und aktuellen Planzeichnungen und Fotografien bietet die Ausstellung einen Einblick in eine der wichtigsten historischen Bauaufgaben der Neuzeit: die Reithall

Die Ausstellung ist bis zum 17. Mai 2018, Dienstag bis Sonntag von 10:00 - 17:00 Uhr, geöffnet.

 

 

Studierenden-Workshop "Stadtplätze in Hannover"

Bewerbungsfrist: 30. Mai 2018

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz veranstaltet gemeinsam mit dem Lehrstuhl Bau- und Stadtbaugeschichte und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege den 13. Studierenden-Workshop unter dem Titel „Der Schmuck der Stadt? Stadtplätze in Hannover“. Der Workshop findet dieses Jahr in Hannover statt und zwar in der Zeit 2.-8. September 2018. Die interdisziplinär ausgerichtete summer school richtet sich an Studierende der Fachrichtungen Architektur, Landschaftsarchitektur, Denkmalpflege, Kunstgeschichte, Stadtplanung und Soziologie.

Weitere Informationen unter:

http://www.dnk.de/aktuelles/n2399/?beitrag_id=1582

http://www.dnk.de/_uploads/media/2182_Studentenworkshop_2018_DNK-Workshop_13_flyer-Hannover-web.pdf

 

 

Neuerscheinung: Großstadt gestalten. Stadtbaumeister in Europa

In vielen Großstädten ist das frühe 20. Jahrhundert mit den Namen bekannter Stadtbaumeister verbunden. Ob Hendrik Petrus Berlage in Amsterdam, Charles Buls in Brüssel, Eugène Hénard in Paris, Karl Mayreder in Wien oder Gustav Gull in Zürich: Sie alle haben das Stadtbild entscheidend geprägt und sind zu herausragenden Personen der jeweiligen Stadtgeschichte geworden.

Die Voraussetzungen dazu waren keineswegs einfach, denn diese Städte befanden sich in einer Phase einschneidender Veränderungen. Das rasante Bevölkerungswachstum katapultierte sie in die Liga der Großstädte und Metropolen. Städte, die sich von dieser Entwicklung nicht einfach überrollen lassen wollten, sahen sich in der Verantwortung, diesen Prozess nicht nur zu begleiten, sondern aktiv zu steuern – indem sie eine konkrete städtebauliche Vision als Leitbild entwarfen. Neben der infrastrukturellen Daseinsfürsorge wurden Städtebau und Stadtentwicklung um 1900 wieder verstärkt auch als ästhetische und baukulturelle Herausforderung diskutiert.

Dieses Buch bildet den dritten und letzten Band der Trilogie Großstadt gestalten und richtet den Fokus auf die Stadtbaumeister in Deutschlands Nachbarländern. Es bietet einen Überblick über das Wirken der Stadtbaumeister in dieser Zeit und befragt ihre Leistungen auf Anregungen für heutige kommunale Stadtplanung. Die historischen Beiträge untersuchen die Rolle der kommunalen Baumeister, deren Alltagspraxis um 1900 kaum noch etwas mit der früherer Ratsbaumeister gemein hatte. Und die gegenwärtigen Akteure dieser Städte diskutieren, welche Anregungen und Empfehlungen sich für die heutige Praxis aus dieser als vorbildlich empfundenen Epoche ergeben können.

Markus Jager, Wolfgang Sonne (Hg.): Großstadt gestalten. Stadtbaumeister in Europa
Band 10 der Reihe Bücher zur Stadtbaukunst, Berlin DOM publishers 2018

210 x 250 mm, 192 Seiten, 140 Abbildungen, Hardcover, 38,00€, ISBN 978-3-86922-623-1

Zur Verlagsankündigung

 

 

Vortrag über Ernst Zietzschmann

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hannover und die 1970er Jahre“ spricht der Zürcher Architekturhistoriker Hubertus Adam über den Architekten des Fakultätsgebäudes, Ernst Zietzschmann (1907-1991). Der Schweizer Architekt verbrachte 20 Jahre in Hannover und war ab 1958 Direktor der Werkkunstschule, deren Neubau er in Herrenhausen errichtete.

Hubertus Adam:
Ernst Zietzschmann – ein Schweizer an der Leine

Mittwoch, 14. Februar 2018, 18:30 Uhr
Museum August Kestner, Trammplatz 3, 30159 Hannover

 

 

Antrittsvorlesung Prof. Dr. Markus Jager

500 Jahre Transformation. Zum Umgang mit profanierten Kirchen seit der Reformation

Dienstag, 24. Oktober 2017, 18.00 Uhr, Hörsaal C050
Fakultät für Architektur und Landschaft, Herrenhäuser Str.8, 30419 Hannover

 

 

Exkursion: Laves revisited

Bauten in Hannover und Niedersachsen (6.6. bis 9.6.2017)

 

 

Podiumsdiskussion: Am Rand der Mitte? Wer ist Hannover?

Hannover besitzt geografisch betrachtet eine sehr zentrale Lage. Die Stadt ist ein Kreuzungspunkt der Ost-West-Verbindung zwischen Ruhrgebiet und Berlin sowie der Nord-Südverbindung zwischen Hamburg und Frankfurt. Trotz der Kernlage wird der Stadt heute keine herausragende Rolle mehr zugeschrieben. Die Altstadt als das ehemalige Handwerker- und Handelszentrum und die Calenberger Neustadt als das einstige höfische Viertel bildeten seit 1663 die Basis der Residenzstadt und waren über eine Insel miteinander verbunden und von einer gemeinsamen Befestigung umgeben. Die Leineinsel kann also als das natürliche geografische Zentrum der Gesamtstadt angesehen werden.
Die städtebaulichen Entscheidungen seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben eine Zäsur zwischen Altstadt und Neustadt geschaffen, deren Wirkungen die Identität der Stadt nachhaltig prägen.

Präsentation: Prof. Dr. Joachim Ganzert, Dipl.-Ing. Gregor Janböcke

Diskussionsteilnehmer: Bernd Busemann, Landtagspräsident; Uwe Bodemann, Stadtbaurat; Conrad von Meding, Redakteur der HAZ

Moderation: Ulrike Rose

Begrüßung und Leitung: Martina Trauschke

Veranstalter: Stadtakademie an der Neustädter Hof- & Stadtkirche Hannover